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Rohrbruch „Am Reiherwald“ im Stadtteil Albshausen

Aufgrund eines Rohrbruches „Am Reiherwald“ im Stadtteil Albshausen muss zur Ausführung dringender Arbeiten am mehr…

Öffnungszeiten

Montag und Dienstag
08:00 – 12:00 & 14:00 – 15:30 Uhr
Mittwoch und Freitag
08:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag
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Rufbereitschaft

Wasserversorgung
0172 6287426

Abwasserentsorgung
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Schlammbehandlung und Gasverwertung

 

Als Rückstand der Abwasserreinigung fällt tonnenweise Klärschlamm an, der weiterverarbeitet werden muss. Durch Entwässerung und Eindickung kommt es zu einer Konsistenz, in der der Klärschlamm problemlos in den Kreislauf der Natur zurückgeführt werden kann.

FaulturmDer Faulturm

Neben einigen anderen Methoden zur Schlamm-Eindickung und – Behandlung ist der Faulturm die wichtigste Station. Vom Voreindicker wird der mechanisch-biologische Schlamm in den turmartigen Faulbehälter gepumpt. Hier wird der Schlamm circa 20 Tage bei einer Temperatur von 35 °C gelagert. Die künstliche Wärmezufuhr fördert die Aktivität der Bakterien und vermehrt deren Wachstum. Dadurch wird der sonst sehr langsame Verfall zur organischen Trockensubstanz stark beschleunigt. Ein warmwasser-beheizter Wärmetauscher erwärmt den Rohschlamm während der Zuführung in den Faulturm.

Beim Faulprozess fallen täglich rund 350 Kubikmeter Methangas an. Das brennbare Gas wird in einem separaten Gasbehälter gespeichert und dient als Brennstoff für das Blockheizkraftwerk (BHKW). Dadurch können wir das Betriebsgebäude und auch den Faulturm energiesparend betreiben. Lediglich einen kleinen Teil des notwendigen Energiebedarfs müssen wir noch zusätzlich von außerhalb zuführen.

Der Gasbehälter und die Gas-Fackelanlage

Jährlich fallen circa 150.000 Kubikmeter reines Gas an. Von diesem reinen Methangas werden etwa 100.000 Kubikmeter zu Betriebszwecken der Kläranlage verbraucht. So verbleibt ein Gasüberschuss von rund 50.000 Kubikmetern, für dessen Speicherung ein Niederdruck-Trockengasbehälter installiert wurde. Jedoch kann dieser nicht immer den ganzen Gasüberschuss aufnehmen. Um einer Explosion durch überschüssig austretendes Gas vorzubeugen, wird es notfalls über eine Gasfackel kontrolliert abgefackelt.

Damit dieser Vorgang nicht unnötig die Umwelt belastet und überschüssiges Gas nicht sinnlos verfeuert wird, wurde ein Blockheizkraftwerk installiert. Mit Hilfe des anfallenden Gases treibt ein Otto-Motor dann eine Stromturbine an. Der entstehende Strom wird dem Eigenbedarf zugeführt. Die entstehende Wärme des Motors kann zusätzlich der Heizung des Faulturmes wie auch der Gebäude dienen. Diese Form der Kraft-Wärme-Koppelung ergänzt die bestehenden Energiequellen sinnvoll und senkt auch die jährlichen Stromkosten der Kläranlage um ein Vielfaches.

Der derzeitige Gesamtstromverbrauch der Kläranlage liegt bei ungefähr 600.000 kW/h, was derzeit rund 76.693,78 € entspricht.

Die Schlammpumpstation

Im Untergeschoss des Betriebsgebäudes befinden sich die Schlammpumpen. Sie dienen der Entleerung des Eindickers sowie der Befüllung und Umwälzung des Faulbehälters.

Die Schlammentwässerungsanlage

Für die Schlammentwässerung ist eine Kammerfilterpresse installiert. Sie entwässert den Faulschlamm auf einen Feststoffgehalt von circa 42 Prozent. Der ausgefaulte Schlamm wird in einen Reaktionsbehälter gepumpt. Durch die Zugabe von Polymere und Eisenchlorid bilden sich hier entwässerungsfähige Schlammflocken. Dieser konditionierte Schlamm wird mittels einer Hochdruckpumpe in die Kammerfilterpresse befördert. Dort wird der Schlamm zu einem Filterkuchen zusammengepresst, dann über einen Trogkettenförderer in den Container abgeworfen. Von rund 14.000 Kubikmetern flüssigem Schlamm im Jahr bleiben am Ende der Schlammbehandlung nur noch rund 850 Tonnen gepresste Trockensubstanz übrig, die landwirtschaftlich verwertet wird.