Aktuelles
Geänderte Öffnungszeiten in der Faschingszeit

Während der Faschingstage gibt es bei den Stadtwerken und der Stadt Solms geänderte Öffnungszeiten.   Am Donnerstag mehr…

Öffnungszeiten

Montag und Dienstag
08:00 – 12:00 & 14:00 – 15:30 Uhr
Mittwoch und Freitag
08:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag
14:00 – 18:30 Uhr

Rufbereitschaft

Wasserversorgung
0172 6287426

Abwasserentsorgung
0173 6961636

Ratten im Kanal

Ratten im Kanal – was tun gegen den unerwünschten Nager?

Die Lagerhaltung von Lebensmitteln und die Abfälle des Menschen bieten ideale Lebensbedingungen und fördern die schnelle Verbreitung von Ratten. Ratten leben bevorzugt in Abwasserkanälen, Lagerräumen und Müllplätzen, wo sie genügend Abfälle finden, die den Allesfressern als Nahrungsgrundlage dienen.

Ratten können sehr gut springen, klettern, wühlen, schwimmen und tauchen und daher nahezu überall eindringen.

Die Vermehrungsrate der Ratten ist enorm hoch. Sie haben im Jahr 2-6 Würfe mit bis zu 8 Jungen, die sie in einem Gemeinschaftsnest aufziehen. Die Jungtiere sind bereits im 3. Lebensmonat fortpflanzungsfähig. Das bedeutet, dass ein Rattenpaar theoretisch über 1.000 Nachkommen pro Jahr haben kann. Die Wege zwischen Nistplätzen und Nahrungsquellen werden immer wieder benutzt, was man sich bei der Bekämpfung zunutze machen kann. Die Intelligenz und Anpassungsfähigkeit der Ratten erschweren die Bekämpfung – so werden Ratten gegen viele Gifte sehr rasch resistent.

Welche Gefahren gehen von Ratten aus?

Ratten sind gefürchtet als Überträger vieler Krankheitserreger auf Menschen und Tiere. Sie hinterlassen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Wurmeier in den Nahrungsvorräten und im Wasser.

Maßnahmen:

Kompost sofort umsetzen, die reife Komposterde im Garten verteilen und das Nest entfernen. Einen neuen Komposthaufen möglichst an einer anderen Stelle im Garten aufsetzen. In sehr hartnäckigen Fällen sollte vorübergehend auf die Biotonne umgestiegen werden.

Rattenbefall muss aufgrund der Gesundheitsgefahr der örtlichen Polizeibehörde oder dem Ordnungsamt gemeldet werden. Grundstückseigentümer sind verpflichtet eine Bekämpfung durchzuführen (siehe Infektionsschutzgesetz § 16 ff. und jeweiliges Ortsrecht).

Einzelne Tiere können mit Rattenfallen bekämpft werden (Schlagfallen oder Lebendfallen). Heute werden meist Fraßköder mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulantien) verwendet. Hierdurch verenden die Tiere schmerzlos unter den Anzeichen natürlicher Alterung ohne die Artgenossen zu warnen. Rattenkadaver sollte man sofort entfernen, da besonders geschwächte oder tote Tiere gerne von Haustieren und Wildtieren gefressen werden. Ein Antikoagulantien-Gegenmittel für Haustiere ist Vitamin K.

Die Köder müssen vor Kindern und Haustieren geschützt in Köderboxen angebracht werden. Offenes Auslegen des Giftes ist verboten!

Nach der Bekämpfung müssen alle Köderreste entfernt werden. Reste von Ködern nicht aufheben, da die Ratten schnell Resistenzen bilden und die Wirkstoffe unwirksam werden.

Bitte beachten Sie: Die Mitarbeiter der Stadtwerke Solms sind nicht berechtigt Köder auszulegen.

Die Stadtwerke Solms lassen zweimal jährlich von einem Fachmann Fraßköder im Kanalsystem und im Bereich des Solmsbaches auslegen.

Hinweis:

Haustiere sind durch die Rattenbekämpfungsmaßnahmen nicht gefährdet. Die Köder werden in den Kanalschächten eingehängt und sind für Kinder, Haustiere und Vögel unerreichbar.

 

Für weitere Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Dipl.-Ing. W. Klabunde, Betriebsleiter Tel.: 06442 910-35

Hans-Peter Hofmann, Abwassermeister Tel.: 06442 259170