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Rohrbruch „Am Reiherwald“ im Stadtteil Albshausen

Aufgrund eines Rohrbruches „Am Reiherwald“ im Stadtteil Albshausen muss zur Ausführung dringender Arbeiten am mehr…

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Wald macht Hochbehälter Platz

WASSERVERSORGUNG Rodung der 7700 Quadratmeter großen Fläche hat begonnen
Solms (sbe). Mit der Rodung von 7700 Quadratmeter Mischwald am Galgenberg haben die Bauarbeiten für die Errichtung des zentralen Hochbehälters für Solms begonnen.
Mit der Maßnahme sollen gemäß der Studie eines Siegener Ingenieurbüros drei Millionen Euro für die Wasserversorgung in Solms eingespart werden.

„Wenn wir weiterhin alle bisherigen Anlagen nutzen würden, müssten wir in den nächsten 30 Jahren 8,5 Millionen Euro in deren Unterhaltung investieren. Mit dem neuen zentralen Hochbehälter reduzieren sich die Kosten auf 5,3 Millionen Euro,“ hatte Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) im September anhand der Studie vorgerechnet.

Der neue Hochbehälter besteht aus zwei Edelstahlbehältern mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 1800 Kubikmeter Wasser und versorgt mit Albshausen, Oberndorf und Burgsolms alle Stadtteile auf der linken Lahnseite. Letztendlich wird die Stadt Solms nur noch drei Hochbehälter nutzen – den Neuen auf dem Galgenberg zwischen Albshausen und Oberndorf sowie jeweils einen für Ober- und Niederbiel.
Die Hochbehälter für die beiden Stadtteile rechts der Lahn waren in den zurückliegenden fünf Jahren saniert worden. Nicht mehr benötigt werden in Zukunft der Hochbehälter am Oberndorfer Sportplatz, der Behälter am alten Waldsportplatz in Albshausen sowie die zwei Hochbehälter Pfaffenrain und Wintersburg in Burgsolms.

Für diese hätte in den nächsten Jahren die Sanierung angestanden.

Die beiden neuen Edelstahlbehälter stehen in einer Halle (Länge: 32 Meter, Breite: 15,5 Meter, Höhe 12 Meter) und bestehen aus einer Stahlkonstruktion mit isolierter Trapezblechverkleidung. Mit Hilfe von Pumpen und über Füllleitungen wird der Hochbehälter vom Brunnen Stockwiese II und vom Friedrichsstollen aus Albshausen gespeist. Über Fallleitungen gelangt das Wasser mit so viel Druck in die drei Stadtteile, dass auf Druckerhöhungsanlagen verzichtet werden kann.

■ Neubau bringt Kosteneinsparung

„Die Rodung der Bäume ist erforderlich, da Hessen Forst einen Sicherheitsabstand von 35 Metern zum Hochbehälter vorschreibt“, so Inderthal. Im Dezember hatte der Lahn-Dill-Kreis die Genehmigung zum Roden erteilt. Allerdings werden 4900 Quadratmeter der gerodeten Fläche nach Fertigstellung des Hochbehälters wieder mit Sträuchern bepflanzt. Unterm Strich bleiben 2000 Quadratmeter Wiese und 800 Quadratmeter Pflaster für Wege und Abstellfläche.

Das Amt für den Ländlichen Raum im Lahn-Dill-Kreis schreibt der Kommune zusätzlich die Ersatzaufforstung von 2800 Quadratmeter Mischwald an andere Stelle vor. Insgesamt kostet die Maßnahme 3,2 Millionen Euro. Der zentrale Hochbehälter soll 2017 in Betrieb genommen werden.

„Wegen der Baumfällungen und der nachfolgenden Erd- und Bauarbeiten wird es zu Einschränkungen durch Absperrungen kommen“, sagte Wilfried Klabunde, Leiter der Solmser Stadtwerke. Der betroffene Waldweg werde gerne durch Spaziergänger und durch Jogger genutzt. „Wir bitten die Bürger für etwaige Beeinträchtigungen um Verständnis“, so Inderthal und Klabunde.

Zentraler Hochbehaelter 2 Foto Homepage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Solmser Galgenberg soll ein neuer Hochbehälter

gebaut werden. Die Rodung des Mischwaldes hat

begonnen. Vor Ort machen sich (von links) Wilfried

Klabunde, Leiter der Solmser Stadtwerke und

Bürgermeister Frank Inderthal ein Bild vom Fortgang

der Arbeiten. (Foto: Bender)

 

Quelle: Solms-Braunfelser-Zeitung, 09.01.2015